Augenlasern in der Türkei

(Erfahrungsbericht von einem unserer zahlreichen Blogleser)

Stuttgart. Seit meine Frau aus einer Zeitschrift vom Augenlasern erfahren hatte, lies sie mich mit diesem Thema nicht mehr in Ruhe. Da eine Laserbehandlung in Deutschland jedoch eine Stange Geld kostet, habe ich mich im Internet nach Alternativen umgesehen und informiert. Recht schnell bin ich auf die vielversprechenden All-Inklusive Angebote in der Türkei gestoßen. Das Augenlasern mit einem Urlaub in der Türkei zu kombinieren fanden wir eine großartige Idee. So stand nach der Beratung mit der Klinik unser Entschluss auch recht schnell fest. Das Reiseziel für unseren nächsten Urlaub sollte die türkische Riviera sein.

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel kamen wir in Antalya an. Schon auf dem Weg ins Hotel konnten wir einen wundervollen Blick auf das tiefblaue Meer erhaschen. Zum All-Inklusive Angebot der Klinik gehörte auch der Transport vom Hotel zur Klinik und zurück. Sogar die Mitnahme einer weiteren Begleitung war im Preis inbegriffen. Die Klinik machte einen hervorragenden Eindruck. Alles war sauber und gepflegt sowie das Personal sehr freundlich und hilfsbereit. So verflog auch meine letzte Angst vorm Augenlasern. Der Arzt erklärte mir die gesamte Laserbehandlung noch einmal ganz genau und tropfte mir anschließend ein Betäubungsmittel in die Augen. Nachdem das Mittel zu wirken anfing, wurde mein erstes Auge unter dem Laser fixiert. Dann begann die Behandlung und war dann auch schon nach wenigen Sekunden wieder vorbei. Von dem ganzen Eingriff habe ich überhaupt nichts gespürt. Danach war mein anderes Auge an der Reihe und auch hier lief alles vollkommen problemlos und schmerzfrei ab. Die gesamte Laserbehandlung dauerte nicht mehr als 30 Minuten. Ich bekam noch Augentropfen und die Verhaltensregeln für die nächsten Tage und durfte die Klinik auch schon wieder verlassen. Sollte es in den nächsten Tagen Probleme geben, stände die Klinik natürlich jederzeit ohne Aufpreis zur Verfügung. Als wir die Klinik wieder verlassen hatten, konnte ich es kaum fassen, selbst so kurz nach der Behandlung war schon eine Besserung meiner Sehkraft auszumachen. Nachdem wir wieder zurück im Hotel waren, hatten wir mächtig Hunger. Wir beschlossen über den Markt zu schlendern, um uns erst einmal zu stärken.

Den restlichen Urlaub über wurde meine Sehkraft von Tag zu Tag besser und ich konnte, dank der Laserbehandlung, die wundervolle Landschaft mit meinen eigenen Augen ohne Brille bewundern – Einfach ein neues Lebensgefühl.

Chaos im Türkei Urlaub: Welche Reklamationschancen haben Sie

Der Blick zum Meer aus Ihrem Zimmer entpuppt sich als Blick auf eine Müllhalde, Schimmel in der Dusche: So hatten Sie sich den Start in Ihren Urlaub nicht vorgestellt! Jetzt heißt es, trotz Empörung und Wut, ruhig zu bleiben. Denn nur mit der richtigen Vorgehensweise können die Mängel behoben werden.

Als Individualreisender, wenn Sie also Flug und Hotel selbst gebucht haben, müssen Sie sich mit den jeweiligen Vertragspartnern direkt vor Ort auseinandersetzen und verhandeln.

Haben Sie eine Pauschalreise über einen Reiseveranstalter gebucht, ist eine andere Vorgehensweise geboten. Erfassen Sie als Erstes alle Reisemängel schriftlich. Mit einer Digitalkamera nehmen Sie entsprechende Bilder auf, möglichst mit Datumsanzeige. Zeugen vor Ort sind ebenfalls hilfreich. Danach müssen Sie den Reisemangel dem Reiseleiter, nicht dem Hotelier, sofort anzeigen. Denn der Reiseveranstalter muss innerhalb einer angemessenen Frist die Gelegenheit erhalten, den Mangel zu beseitigen. Der Ersatz muss aber gleich- oder höherwertig sein. Wird ein schwerwiegender Mangel nicht beseitigt, können Sie abreisen oder später einen Teil der Kosten zurückfordern.
Wichtig: Falls der Reiseleiter nicht auffindbar oder erreichbar ist, genügt es nicht, sich erst nach Ende des Urlaubs an den Reiseanbieter zu wenden. Sie müssen den Veranstalter via E-Mail oder Telefon aus dem Urlaubsort kontaktieren.

Nach dem Urlaub müssen Sie innerhalb eines Monats Ihre Ansprüche auf Minderung oder Rückerstattung der Reisekosten dem Reiseveranstalter schriftlich zukommen lassen, am besten per Einschreiben mit Rückschein. Kontaktieren Sie nicht das Reisebüro, dies fungiert bei einer Reisebuchung nur als Vermittler.

Bei Einhaltung der Monatsfrist tritt eine zweijährige Verjährungsfrist in Kraft. Während dieses Zeitraums müssen Sie dann Ihre Ansprüche geltend machen. Eine gute Anlaufstelle ist eine Reiseschiedsstelle, bevor Sie einen Anwalt aufsuchen. Zwischen Verbraucher und Reiseveranstalter vermittelt ein neutraler Dritter, damit eine rechtsverbindliche Lösung gefunden wird.

Wird keine Einigung erzielt, muss in einem Gerichtsverfahren festgestellt werden, ob im Urlaub tatsächlich Mängel oder Unannehmlichkeiten vorlagen. Die Höhe der Entschädigung hängt von Dauer und Art des Mangels ab.

Touristenfalle im Türkei Urlaub: So durchschauen Sie unseriöse Angebote

Urlaubsreisen in die Türkei sind bei vielen Bundesbürgern nach wie vor sehr beliebt. Günstige Unterbringungen locken ebenso wie Sonne, Strand und Meer. Vielen sitzt im Urlaub auch die Geldbörse etwas lockerer als zuhause, und nicht selten machen sich unseriöse Händler diesen Umstand zunutze. Besonders Teppich- und Schmuckverkäufer haben es speziell auf Touristen abgesehen, um ihnen ihre angebliche hochwertige Ware zu verkaufen. Die Preise liegen dabei oftmals deutlich höher als in Deutschland – und auch die Qualität lässt auf den zweiten Blick zu wünschen übrig.

Grundsätzlich raten Experten Türkeiurlaubern, sich am besten gar nicht erst auf ein Gespräch mit den Händlern einzulassen. Das ist allerdings meist leichter gesagt als getan, denn die Verkäufer sind oftmals psychologisch geschult und wissen genau, wie sie ahnungslose Urlauber in ein Gespräch verwickeln und anschließend zu einem Kauf bewegen können. Wer auf der Straße von einem Händler angesprochen wird, sollte diesen ignorieren und einfach weitergehen. Auch simple Fragen wie “Gefällt ihnen dieser Teppich?” sollten gar nicht erst beantwortet werden. Stattdessen hilft es, permanent Desinteresse zu bekunden und dabei nicht stehen zu bleiben.

Besteht allerdings Interesse an einem Teppich oder einem Schmuckstück, lautet die Devise: Handeln. Die von den Verkäufern genannten Preise sind meist unangebracht hoch angesiedelt, sodass Türkeiurlauber gut daran tun, sie deutlich herunterzuhandeln. Auch wenn die Verkäufer vermeintliche Gründe für den hohen Preis anbringen können: Urlauber sollten sich nicht von ihnen überreden lassen. Hierbei kann es helfen, einen Einheimischen dabeizuhaben, der eventuelle sprachliche Probleme überwinden hilft.

Haben Türkeiurlauber doch einen Kauf getätigt, den sie später bereuen, können sie nach türkischem Recht innerhalb einer Woche davon zurücktreten. Bei einer Pauschalreise kommt allerdings deutsches Recht zu Geltung – ein klarer Vorteil für den Urlauber, denn so kann der Kauf im Rahmen der Regelungen für sogenannte Haustürgeschäfte auch nach der Rückkehr nach Hause widerrufen werden. Im Zweifelsfall hilft ein Anwalt beim Durchsetzen des Rechts.

Tipps für Allergiker: Was ich im Türkei Urlaub beachten muss

Während der Urlaubszeit zieht es viele Bundesbürger in den Süden, denn dort locken Sommer, Sonne und Strand. Für Allergiker kann ein Urlaub in einem anderen Land allerdings schnell zur Qual werden, denn die klimatischen oder hygienischen Bedingungen stimmen nicht immer mit den gewohnten überein. Damit die “schönste Zeit des Jahres” nicht ins Gegenteil umschlägt, sollten Allergiker sich vor der Reise daher umfassend informieren.

Wer beispielsweise unter Heuschnupfen, also Pollen- oder Gräserallergien leidet und in die Türkei reisen möchte, sollte bedenken, dass die Pollensaison dort länger andauert als in Deutschland. Durch die klimatischen Unterschiede kommt es außerdem unter Umständen zu einem ungleich stärkeren Pollenflug. Besonders Zypressen und Olivenbäume lösen in der Türkei oftmals starke allergische Reaktionen aus. Entsprechende Medikamente sollten unbedingt mitgeführt werden; am besten in Rücksprache mit dem Hausarzt.

Urlauber, bei denen etwa eine Stauballergie vorliegt, können im Voraus bei einigen Reiseanbietern allergikergeeignete Unterkünfte in der Türkei buchen. Bei diesen wird dafür gesorgt, dass kein bzw. ein sehr geringes Vorkommen an Staubmilben besteht und etwa die Bettwäsche so für keine Beschwerden bei Allergikern sorgt. Ob das türkische Wunschhotel derartige Zimmer anbietet, sollte grundsätzlich vorab geklärt werden.

Lebensmittelallergien können im Türkeiurlaub zu großen Problemen führen – besonders dann, wenn es aufgrund der Sprachbarriere nicht möglich ist, im Hotel oder Restaurant zu erklären, welche Lebensmittel auf jeden Fall gemieden werden müssen. Selbst kochen ist eine Alternative, auf die aber nicht jeder im Urlaub gern zurückgreifen möchte. Für reisende Allergiker gibt es daher spezielle Sprachführer, die alle benötigten Sätze auf Türkisch enthalten. Auch eine sogenannte Allergiekarte in türkischer Sprache kann verwendet werden: Diese erklärt kurz und anschaulich, welche Allergien vorliegen und was gemieden werden muss.

Muss im Türkeiurlaub ein Arzt aufgesucht werden, kann eine solche Allergiekarte sehr hilfreich bei der Behandlung sein. Einen internationalen Krankenschein und auch eine Auslandskrankenversicherung sollten Allergiker außerdem bei jeder Reise im Gepäck haben.

Verhalten und Kleidung im Türkei Urlaub: Auf was Sie unbedingt achten sollten

Die Türkei zählt seit vielen Jahren zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Bietet sie doch einen guten Mix aus Orient und Moderne, da in der Türkei das moderne Europa und der traditionelle Orient aufeinandertreffen. Und so findet man hauptsächlich an den Küsten des Landes westlich orientierte Einwohner. Doch je tiefer man in die Gebirge eindringt, umso mehr muss man feststellen, dass die Türkei auch ein muslimischer Staat ist, indem man als Tourist einige Regeln auch in Bezug auf die Kleidung und das Verhalten einhalten sollte.

Die Kleidung in der Türkei
In der Türkei sollte man nicht zu offenherzig und freizügig in Bezug auf die Kleidung sein. Was am Strand noch schick und trendy ist, geht bei Ausflügen in das Umland nicht. Kurze Hosen oder ein Bikinioberteil bei einem Ausflug auf den Markt oder ein Restaurant wird nicht gerne gesehen. Besser ist es, wenn man die Schultern bedeckt hält und auch die Hosen nicht zu kurz wählt.

Auch am Strand ist nicht alles möglich. So wird FKK in der Türkei nicht geduldet und zieht ein hohes Bußgeld bis hin zu einer Gefängnisstrafe nach sich.

Besucht man gar eine Moschee, so müssen Beine, Arme und der Kopf bedeckt werden. Kopftücher kann man dabei meist in der Moschee leihen. Zudem müssen immer die Schuhe vor dem Betreten ausgezogen werden. Sollte bei dem Besuch gerade eine Gebet stattfinden, so ist es angebracht, dass man sich dezent am Rand aufhält, um das Gebet nicht zu stören.

Das Verhalten in der Türkei
Die orientalische Lebensweise schreibt vor allen Dingen den Frauen eine gewisse Zurückhaltung vor. So ziemt es sich nicht, wenn man sich als Frau in öffentlichen Verkehrsmitteln neben einen fremden Mann setzt. Auch im Taxi setzt man sich als Frau am besten auf die Rückbank und nicht neben den Fahrer.

Wird man von einer türkischen Familie eingeladen, so sollte man die Einladung niemals ablehnen. Im Gegenzug sollte man ein Gastgeschenk mitbringen. Wenn möglich, so sollte dies kein Geld sein, da dies als Beleidigung gewertet wird. Wenn es sich um eine muslimische Familie handelt, so muss man zudem bedenken, dass Muslime kein Schweinefleisch essen und auch keinen Alkohol trinken.